Virtualisierung modernisieren ohne bestehende Storage-Investitionen aufzugeben
Die Ausgangslage
Ein bundesweit tätiges Handelsunternehmen betreibt eine zentrale IT-Infrastruktur für Warenwirtschaft, Logistik, E-Commerce und Verwaltungsanwendungen. Über Jahre hinweg wurde eine leistungsfähige Enterprise-Storage-Plattform aufgebaut, die hohe Verfügbarkeit, schnelle Bereitstellung von Daten und umfangreiche Datendienste für geschäftskritische Anwendungen sicherstellt.
Gleichzeitig steht das Unternehmen vor einer strategischen Neubewertung seiner Virtualisierungsplattform. Themen wie steigende Lizenzkosten, Herstellerabhängigkeiten und zukünftige Plattformstrategien gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Schnell wird deutlich: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht in der Auswahl einer neuen Virtualisierungslösung, sondern in der Frage, wie diese eingeführt werden kann, ohne gleichzeitig eine funktionierende und bereits abgeschriebene Storage-Landschaft ersetzen zu müssen.
Die Herausforderung
Viele Unternehmen gehen davon aus, dass eine Modernisierung der Virtualisierung zwangsläufig auch einen Wechsel der Storage-Plattform nach sich zieht.
Für das Handelsunternehmen hätte dies bedeutet:
- Ersatz einer etablierten Enterprise-Storage-Infrastruktur
- Verlust eingespielter Betriebsprozesse
- Zusätzliche Migrationsprojekte parallel zur Virtualisierung
- Höheres Projektrisiko durch mehrere technologische Umbrüche gleichzeitig
- Erhöhter Investitionsbedarf trotz vorhandener und bewährter Systeme
Besonders kritisch ist dabei die Anforderung, geschäftskritische Anwendungen standortübergreifend hochverfügbar zu betreiben. Ausfälle oder längere Migrationsfenster würden direkte Auswirkungen auf Logistik-, Bestell- und Warenwirtschaftsprozesse haben.
Gesucht wird daher ein Ansatz, der Modernisierung ermöglicht, ohne bestehende Investitionen zu entwerten.
Die Lösung
Die Entscheidung fällt auf einen disaggregierten Infrastrukturansatz mit Nutanix und bestehendem Enterprise Storage.
Statt Compute, Hypervisor und Storage als untrennbare Einheit zu betrachten, werden die einzelnen Infrastrukturkomponenten gezielt voneinander entkoppelt. Dadurch kann die Virtualisierungsplattform modernisiert werden, während die vorhandenen Storage-Systeme weiterhin produktiv genutzt werden.
Die bestehende Storage-Umgebung bleibt dabei zentraler Bestandteil der Infrastruktur und stellt weiterhin etablierte Funktionen wie:
- Snapshots
- Replikation
- Quality of Service (QoS)
- Immutability
- Hochverfügbarkeitsfunktionen
zur Verfügung.
Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von einer modernen Virtualisierungsplattform mit integriertem Hypervisor, zentralem Management, Netzwerkvirtualisierung und erweiterten Disaster-Recovery-Funktionen.
Der Mehrwert
Fazit
Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, ihre Virtualisierungsstrategie neu auszurichten, ohne bestehende Infrastrukturinvestitionen infrage zu stellen.
Dieser Use Case zeigt, dass Modernisierung und Investitionsschutz kein Widerspruch sein müssen. Durch die Kombination von Nutanix mit bereits vorhandenen Enterprise-Storage-Systemen lassen sich Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und zukünftige Skalierbarkeit realisieren, ohne eine funktionierende Storage-Landschaft ersetzen zu müssen.
Für Unternehmen mit hohen Investitionen in Enterprise Storage eröffnet sich damit ein pragmatischer Weg, die Virtualisierungsplattform zu modernisieren und gleichzeitig Risiken, Kosten und Migrationsaufwand zu reduzieren.